Feuerwehr Dachaufsetzer – die Informationsseite

Im Kreise der (freiwilligen) Feuerwehren sind Feuerwehr Dachaufsetzer ein heiß diskutiertes Thema. Diese gut sichtbaren Warnhinweise, die häufig mit dem Schriftzug „Feuerwehr im Einsatz“ versehen sind, werden sowohl beleuchtet als auch unbeleuchtet angeboten und sind frei verkäuflich. Welchen Nutzen Dachaufsetzer wirklich bringen, wo man sie kaufen kann, und was es rechtlich zu beachten gibt, erklären wir dir auf dieser Ratgeberseite.

Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“ – die Vorteile

Ein Notruf geht ein, die verfügbaren Kräfte werden umgehend alarmiert. Egal ob Brand, Verkehrsunfall, Sturmschäden oder Überflutung: Im Falle von Feuerwehreinsätzen zählt häufig jede Sekunde. Tausende freiwillige Helfer engagieren sich in Deutschland als Feuerwehrleute, opfern hierfür ihre private Zeit und müssen sich dann im Ernstfall noch über Verkehrshindernisse ärgern.

Wird der private Pkw für Einsatzfahrten (z. B. bei der Fahrt zum Gerätehaus oder zur Schadensstelle) verwendet, ist mitunter ein zügiger Fahrstil mit gelegentlichen Überholmanövern erforderlich, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Je nach Bundesland stehen den Kameradinnen und Kameraden Sonderregelungen zur Verfügung. Bis zu einem gewissen Punkt dürfen sie also die StVO missachten. Ohne entsprechende Kennzeichnung des eigenen Fahrzeugs führt dies jedoch häufig zu Unverständnis bei anderen Verkehrsteilnehmern. Sie können nicht erkennen, dass hinter dem Steuer ein potenzieller Lebensretter sitzt. Hinzu kommt, dass eine langwierige Parkplatzsuche natürlich nicht möglich ist, und das Auto im Zweifelsfall kurzzeitig sogar verbotswidrig abgestellt werden muss. Dies führt zu der Frage, wie ein Pkw gekennzeichnet werden sollte, um kenntlich zu machen, dass es sich um einen Feuerwehrdienstleistenden handelt. Die optimale Lösung sind Feuerwehr Dachaufsetzer (ähnlich wie Taxi-Schilder) in den Signalfarben Rot oder Gelb mit der schwarzen Aufschrift „Feuerwehr im Einsatz“ oder „Feuerwehr“, die sich dank starker Magnete schnell und unproblematisch auf dem Autodach installieren lassen. Sie bieten mehrere Vorteile:

  • Die eigene Sichtbarkeit im Straßenverkehr wird signifikant erhöht.
  • Andere Verkehrsteilnehmer können freiwillig und rechtzeitig die Straße frei machen oder Vorfahrt gewähren, um den Feuerwehrdienstleistenden nicht zu behindern.
  • Die Gründe für ein zügiges Fahrverhalten sind für jeden nachvollziehbar. Reaktionen von Unverständnis bis hin zu Anzeigen können hierdurch auf ein Minimum reduziert werden.
  • Das Dachschild kann problemlos mitgeführt werden und ist jederzeit einsatzbereit.
  • Dachaufsetzer sind sehr schnell installierbar.
  • Dachaufsetzer sind erlaubt (Details dazu im Abschnitt „Sind Dachaufsetzer erlaubt?“)

Umgekehrt lautet der Appell an alle Bürger, die ein Fahrzeug mit einem Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“ sehen, natürlich: Machen Sie die Bahn frei und gewähren Sie Vorfahrt! Sie müssen das zwar rechtlich gesehen nicht tun, unterstützen dadurch jedoch den freiwilligen Helfer bei seiner Arbeit.

Feuerwehr Einsatzschilder – die Arten

Sie können zwei verschiedene Arten der Feuerwehr Dachaufsetzer kaufen. Unterschieden wird hier zwischen den Typen Dachaufsetzer unbeleuchtet und Dachaufsetzer beleuchtet. Die beiden Versionen unterscheiden sich natürlich in der Sichtbarkeit, aber es gelten auch unterschiedliche rechtliche Vorgaben. Wir sehen uns im Folgenden die Unterschiede im Detail an.

Feuerwehr Dachaufsetzer unbeleuchtet

Die bei freiwilligen Feuerwehrleuten am häufigsten im Einsatz befindliche Art von Aufsetzern sind Dachschilder ohne Beleuchtung. Zur Farbgestaltung gibt es keine rechtlichen Vorschriften, jedoch haben sich die Schilder mit der Aufschrift „Feuerwehr“ oder „Feuerwehr im Einsatz“ in den Farben Gelb, Weiß und vor allen Dingen Rot durchgesetzt. Von Gelb ist allerdings eher abzuraten, da diese Farbe häufig als Taxi wahrgenommen wird. Damit andere Verkehrsteilnehmer den Sachverhalt im Rückspiegel erkennen, sind auch Modelle mit Spiegelschrift verfügbar. Die Maße der Dachaufsetzer liegen meist im Bereich einer Breite von ca. 28 cm und einer Höhe von ca. 12 cm. Sie gleichen damit den Abmessungen von Taxi-Schildern.

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Achten Sie auf die Art der Befestigung, bevor Sie einen Feuerwehr Dachaufsetzer kaufen. Diese muss mehrere Ansprüche erfüllen. Zunächst muss die Installation möglichst schnell erfolgen können. Hinzu kommt, dass der Lack Ihres Autos dabei nicht zerkratz werden soll. Obendrein muss eine optimale Standfestigkeit – auch bei hohen Geschwindigkeiten – gegeben sein. Manche Schilder lösen sich beispielsweise bereits bei 130 km/h, andere halten Geschwindigkeiten bis 180 km/h stand. Gute Modelle verfügen hierzu über ein TÜV-Gutachten. Um all diese Vorgaben zu erfüllen, werden Dachaufsetzer in aller Regel mit starken Magneten (Füße oder Platte) auf dem Autodach befestigt. Diese sind im Optimalfall gummiert oder mit Silikon überzogen, wodurch Beschädigungen am Pkw vermieden werden. Einzelne Produkte verfügen gar über gummierte Ränder an der Unterseite des Schilds, was zusätzlich vor Kratzern schützt. Der Installationsort sollte grundsätzlich frei von groben Verunreinigungen sein, sonst hilft auch die beste Beschichtung nicht gegen Lackkratzer. Das Herunternehmen des Aufsetzers erfolgt im Übrigen durch einfaches Ankippen (nach vorne oder nach hinten).

Neben guter Lesbarkeit und Standfestigkeit ist auch die Robustheit ein wichtiges Kaufkriterium. Achten Sie darauf, dass das Dachschild aus schlagfestem Material hergestellt ist. Zudem sollte die Beschriftung UV-beständig sein, damit sie nicht innerhalb kurzer Zeit ausbleicht.

Achtung: Rechtlich unproblematisch sind nur unbeleuchtete Dachaufsetzer, die zudem nicht mit einem reflektierenden Material ausgestattet sind.

Allgemein ist davon auszugehen, dass die unbeleuchteten Feuerwehr-Magnetschilder keine weitere, besondere Genehmigung erfordern. §30c der StVZO besagt lediglich, dass am Umriss der Fahrzeuge keine Teile so hervorragen dürfen, dass sie den Verkehr mehr als unvermeidbar gefährden. Dieser Punkt kann also abgehakt werden. Das Bayrische Staatsministerium weist in einem Schreiben aus dem Jahre 2009 sogar direkt darauf hin, dass Dachaufsetzer im Feuerwehrdienst verwendet werden können.

Preislich liegen unbeleuchtete Dachaufsetzer im Bereich von ca. 20 bis 70 Euro. Wir meinen: Eine sinnvolle Investition, die im Ernstfall entscheidend sein kann.

Feuerwehr Dachaufsetzer beleuchtet


Wenden wir uns nun der Kategorie Feuerwehr Dachaufsetzer beleuchtet zu. Diese Schilder haben die gleichen Farben und Abmessungen wie die unbeleuchteten Modelle. Ebenso erfolgt das Anbringen am Dach mittels Magnet. Der Unterschied ist jedoch, dass eine Beleuchtung von innen heraus möglich ist. Es werden die Optionen Dauerlicht (wie bei Taxis) oder Blinklicht angeboten. Hierdurch wird eine noch wesentlich höhere Sichtbarkeit – insbesondere nachts – erreicht. Die Stromversorgung wird zumeist durch ein Spiralkabel sichergestellt, dass durch ein geöffnetes Fenster geführt und mit dem Zigarettenanzünder verbunden wird. Es gibt jedoch auch beleuchtete Feuerwehr Einsatzschilder mit Batterie. Empfehlenswert ist eher die kabelgebundene Variante, da keine Probleme durch leere Batterien entstehen können. Wer sicherstellen kann, dass die Akkus stets geladen sind, kann jedoch auch die Batterieversion verwenden. Teilweise gibt es mehrere Funktionen wie schwaches Licht, hell leuchtend und blinkend. Wie auch in anderen Bereichen haben sich bei den Dachschildern leistungsstarke und stromsparende LEDs durchgesetzt.

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Der Preisbereich für beleuchtete Feuerwehr-Dachaufsetzer beträgt etwa 70 Euro bis 150 Euro.

Wenden wir uns nun der Rechtslage und somit der Frage „Sind beleuchtete Dachaufsetzer erlaubt?“ zu. Die genauen Vorschriften finden wir auch hier in der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO). Interessant ist für uns der §49a „Lichttechnische Einrichtungen, allgemeine Grundsätze“. Hier ist unter Anderem folgender Wortlaut zu finden.

„(1) An Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern dürfen nur die vorgeschriebenen und die für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen angebracht sein. Als lichttechnische Einrichtungen gelten auch Leuchtstoffe und rückstrahlende Mittel. Die lichttechnischen Einrichtungen müssen vorschriftsmäßig und fest angebracht sowie ständig betriebsfertig sein.“

§52 der StVZO regelt zudem eine ganze Reihe von zulässigen Zusatzscheinwerfern- und Leuchten. Hierunter fallen je nach Einsatzzweck beispielsweise blaue Rundumlichter. Auch berechtigte Ärzte dürfen einen blinkenden Dachaufsetzer mit der Aufschrift „Arzt Notfalleinsatz“ verwenden.

Was leitet sich daraus ab? Magnetschilder der Kategorie Feuerwehr Dachaufsetzer beleuchtet (egal ob Blinklicht oder Dauerlicht) fallen jedoch leider nicht in die Liste der erlaubten Zusatzbeleuchtungen und sind somit rechtlich unzulässig. In der Praxis werden sie dennoch häufig von der Polizei geduldet – immerhin wäre es im Ernstfall alles andere als förderlich, einen Helfer wegen einer derartigen Lappalie aufzuhalten. Ebenso gibt es in vereinzelten Landkreisen Sondergenehmigung (meist für sog. „First-Responder“). Strittig ist die Frage, ob beleuchtete Dachaufsetzer „legal“ sind, wenn die Beleuchtungsfunktion deaktiviert ist.

Umgang mit Feuerwehr-Magnetschildern

Im Umgang mit Feuerwehr-Schildern für Autodächer sind die folgenden Tipps hilfreich.

  • Verstauen Sie den Dachaufsetzer so im Auto, dass er jederzeit griffbereit ist. Müssen Sie im Einsatzfall erst lange suchen, ist der Zeitvorteil hinfällig. Am besten eignet sich der Fußraum vor dem Fahrer- oder Beifahrersitz für die Lagerung. Ungeeignet ist hingegen die Hutablage. Dort mag das Schild zwar Eindruck machen, ist jedoch schwer zugänglich.
  • So viel Zeit muss sein: Bringen Sie das Feuerwehr-Schild bitte nur im Stand an. Während der Fahrt herrscht bekanntermaßen Fahrtwind. Es besteht dadurch die Gefahr, dass Ihnen das Schild aus der Hand gerissen wird, verloren geht oder gar andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.
  • Bringen Sie den Dachaufsetzer nicht auf Schiebedächern oder Stoffverdecken von Cabrios an. Auch bei vereisten Flächen ist davon abzuraten, den Dachaufsetzer zu verwenden.
  • Ist der Feuerwehr Dachaufsetzer einmal angefroren, sollte er nicht gewaltsam entfernt werden. Entweder warten Sie, bis der Befestigungsort aufgetaut ist, oder Sie helfen mit heißer Luft oder warmem Wasser etwas nach.
  • Wenn Sie das Feuerwehr-Magnetschild nicht mehr benötigen, bauen Sie es bitte ab. Es ist beliebte Beute bei Dieben und lässt sich nicht sichern.

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Neben diesen „technischen“ Hinweisen wenden wir uns nun noch psychologischen Fakten zu.

  • Lassen Sie sich durch einen Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“ nicht zu einem zu rasanten oder gar aggressiven Fahrstil verleiten. Verfallen Sie keinesfalls in den Tatbestand der Nötigung. Wir erwähnen dies, weil diese Gefahr in der Praxis leider besteht.
  • Andere Verkehrsteilnehmer könnten denken, Sie müssen ein Wegerecht einräumen (also die Straße frei machen) und können dabei zu überhasteten Aktionen neigen. Ab und zu beschädigen Sie hierdurch ihr eigenes Fahrzeug (der Klassiker: Kratzer in der Felge durch Ausweichen auf den Bordstein). Hierfür kann man Sie im Zweifelsfall belangen.

Sind Feuerwehr Dachaufsetzer erlaubt?

Bevor Sie einen Feuerwehr Dachaufsetzer kaufen, sollten Sie sich über rechtliche Vorschriften informieren. In diesem Abschnitt klären wir, ob und wann Dachaufsetzer erlaubt sind.

Das Wichtigste vorab: Die unbeleuchteten Dachaufsetzer sind rechtlich kein Problem. Sie können nach der Alarmierung für die Fahrt zur Feuerwache, zum Gerätehaus oder direkt zum Einsatzort bedenkenlos genutzt werden. Bei Übungen gilt dies allerdings nicht.

Abhängig vom Bundesland (beispielsweise in Bayern) stehen freiwilligen Feuerwehrleuten bei der Nutzung von Privatfahrzeugen zu Einsatzzwecken Sonderrechte zu. Andere Verkehrsteilnehmer erkennen jedoch nicht uniformierte Fahrzeuge sehr schlecht, wodurch es immer wieder zu Missverständnissen im Straßenverkehr kommt. Obwohl für Feuerwehrdienstleistende teilweise Sonderrechte gelten, haben die anderen Verkehrsteilnehmer im Übrigen keine „Sonderpflichten“ – auch nicht dann, wenn der Dachaufsetzer installiert ist. Das Gewähren von Vorrang erfolgt also immer auf freiwilliger Basis.

Grundsätzlich unterscheidet die Straßenverkehrsordnung zwischen Wegerechten und Sonderrechten. § 35 der StVO besagt, dass bestimmte Einsatzfahrzeuge von den Regelungen der Verordnung befreit sind, sich also nicht an allgemeingültige Verkehrsregeln halten müssen. Abs. 1 lautet: „Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.“ Es wird hier also ausdrücklich auch die Feuerwehr genannt. Sie darf die StVO missachten, wenn der Einsatz dies dringend erfordert. In Abs. 8 erfolgt dann eine allgemeine Einschränkung: „Die Sonderrechte dürfen nur unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden.“ Hier weist der Gesetzgeber nochmals klar darauf hin, dass auch bei Einsatzfahrten keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet werden dürfen. Kommen Sie allgemein bitte niemals auf die Idee, dass Sie mit einem Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“ einfach über rote Ampeln fahren können.

Neben den Sonderrechten sieht der Gesetzgeber die sogenannten Wegerechte vor. In § 38 StVO ist ganz klar geregelt, dass das Wegerecht nur zustande kommt, wenn ein blaues Blinklicht zusammen mit einem Einsatzhorn verwendet wird. Es ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen.“

Dich wichtigsten rechtlichen Fakten in der Zusammenfassung:

  • Der Dachaufsetzer „Feuerwehr im Einsatz“ darf nicht beleuchtet sein. Das Schild darf auch nicht reflektieren.
  • Das Feuerwehr-Schild darf nur verwendet werden, wenn sich der Pkw auf dem Weg zum Gerätehaus bzw. der Feuerwache, zum Einsatzort oder auf einer sonstigen Einsatzfahrt befindet.
  • Bei Übungen dürfen die Schilder nicht verwendet werden.
  • Bei der Verwendung sind die Vorschriften des Herstellers zu beachten (z. B. Beschränkungen auf Fahrzeugtypen, Dachkrümmungen oder bestimmte Witterungen)
  • Aus der Verwendung leiten sich keine Wegerechte gemäß StVO ab.

Fassen wir also zusammen, haben Feuerwehr Dachaufsetzer (beleuchtet oder unbeleuchtet) weder Einfluss auf das Wegerecht noch auf Sonderrechte. Die Sonderrechte entstehen vielmehr aufgrund des Einsatzzwecks. Allgemein ist es ratsam, im Zweifel Rücksprache mit dem Kommandanten oder dem zuständigen Ministerium zu halten, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Dennoch gilt: Durch einen unbeleuchteten Dachaufsetzer zu signalisieren, dass Eile geboten ist, ist erlaubt und erwünscht. Es spart im Zweifelsfall sogar wertvolle Zeit.